Zurück zu den KnappenMan-Anfängen

Zurück zu den KnappenMan-Anfängen

Zum 30. Mal steigt Ende August der KnappenMan. Was 1989 als etwas wagemutige Idee dreier Hoyerswerdaer Journalisten begann, hatte sich schnell zum wichtigsten Volkssport-Event einer ganzen Region gemausert. „Triathlon-Fluidum im Team erleben“ lautete lange das Motto des „Lausitzer Staffel-Triathlons“. Die Staffeln und der Teamgedanke prägten die 90er-Jahre. Daran will die 30. Auflage anknüpfen. „Wir wollen zurück zu den Wurzeln“, sagt Mareike Jokusch, Geschäftsführerin des veranstaltenden Sportbundes Lausitzer Seenland – Hoyerswerda. 

Ganz konkret heißt das: Die „Einsteiger-Staffel“ ist zurück. Beim „KnappenMan Jedermann“ kann am 2. Wettkampftag 300 Meter geschwommen, 20 Kilometer Rad gefahren und drei Kilometer gelaufen werden. So ähnlich kennen das sicher viele noch aus den Anfangsjahren. Da gab es neben der Einsteiger- noch eine Standard-Strecke. Mehr nicht. Erst 1998, zur 10. Auflage wurde zusätzlich ein Einzelstart angeboten. 37 Starter machten mit. 

Es zählt der Glücksmoment

Seit 2011 findet der KnappenMan am Dreiweiberner See statt. Die Anzahl der Einzelstarter wuchs und mit ihr auch die Streckenlängen bis hin zur Langdistanz erstmals im Jahr 2000, auf der nacheinander 3,8 km im Wasser, 180 km auf dem Rad und anschließend noch ein Marathon zu absolvieren sind. Der Trend in den letzten zwei Jahrzehnten ging klar zu den Einzelwettbewerben. So mancher Sportler, der früher dabei war, fühlt sich beim Anblick der teuren Rennmaschinen und der Hightech-Ausstattung einiger Triathleten etwas deplatziert. Das muss nicht sein, sagt Jan Frobart, Vorsitzender des Schwimmsportvereins Hoyerswerda, seit der dritten Auflage fast immer am Start, auch schon mal mit Mini-Fahrrad und bunter Spaß-Badekappe. Es komme immer darauf an, was jeder aus dem Wettkampf macht. Das beobachtet der 46-Jährige auch bei seinen Triathleten, die für den KnappenMan trainieren. „Wir wollen in der Gruppe Spaß haben“. Was zählt, ist also der Glücksmoment, egal, was die anderen machen.

Und so sollte sich beim „Retro-Wettbewerb“, wie der Einsteiger auch genannt wird, viel aus den 90ern wiederfinden: Baumwoll-Shirt, Dreiecksbadehose, Alltagsrad. „Es wäre schön, wenn die ganz modernen Maschinen nicht dabei sind“, sagt Mareike Jokusch. Die kurze Distanz kann als Einzel- oder Staffel-Wettbewerb absolviert werden. Um die Helmpflicht kommt der Veranstalter nicht herum, auf Hand-Stoppuhren, wie zunächst überlegt, wird man nicht zurückgreifen, zu aufwendig. 

Quelle: Sächsische Zeitung, Samstag, 02.06.2018 – Hagen Linke; Fotos: Hagen Linke; Archiv Gerd Fügert