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29+30August 2020

Vorsicht Sonne - die Haut vergisst nie. Infos und Neues


 

Der richtige Sonnenschutz beim Triathlon

Hat nicht jeder von uns schon einmal den Spruch gehört: „Du siehst aber schön braun aus“. Oft wird die Bräune mit Gesundheit gleichgestellt, leider ist jede Hautrötung durch die Sonne eine Schädigung der Hautzellen.

Welche Sonnenschutz-Strategie ist für Triathleten die effektivste?

Eines steht fest: Im Winter die Haut mit Solariumsbesuchen auf den Sommer vorbereiten zu wollen, bringt nichts. Wenn Haut vorgebräunt ist, geht UVB zwar nicht mehr durch, UVA aber schon. Die Haut altert trotzdem und damit ist die Gefahr für weißen Hautkrebs nach wie vor gegeben.

"UVB-Strahlung verursacht Sonnenbrand, wenn man zu viel davon erwischt. Sie ist aggressiv, aber oberflächlich. Durch Glas oder Wolken dringt sie nicht durch, sie lässt sich gut filtern. Der Lichtschutzfaktor, der auf den Sonnenschutzprodukten angegeben ist, bezieht sich auf die UVB-Strahlung. Er gibt an, um wie viel sich der Eigenschutz der Haut dadurch verlängert. Lichtschutzfaktor 20 bedeutet also, man kann 20-mal solange in der Sonne bleiben, bis man einen Sonnenbrand bekommt. Allerdings gibt es da auch noch die UVA-Strahlung. Die kommt sehr wohl durch Glas und Wolken und dringt 40-fach tiefer in die Haut ein. Um zu ermitteln, wie lange eine Sonnencreme gegen diese Strahlung schützt, muss man als Faustregel den Lichtschutzfaktor durch fünf teilen. Deshalb empfehlen Hautärzte fürs Gesicht und andere der Sonne ausgesetzte Hautareale auch den Faktor 50. So hat man immerhin einen zehnfachen UVA-Schutz." 

Zielführender ist es, sich mehrfach mit wasserfestem Sonnenschutz einzucremen, bevor man länger nach draußen geht. „Wasserfest“ heißt per Definition, dass nach zweimal 20 Minuten „standardisierten Badens“ lediglich noch die Hälfte davon auf der Haut sein muss.

Auch die Ernährung kann helfen, z.B. Beta-Carotin, das steckt zum Beispiel in Karotten. Da Sonnenbrand eine Entzündung ist, empfiehlt es sich, Zink über die Nahrung aufzunehmen. Außerdem Antioxidantien, vor allem Vitamin E und C. 

Brauchen Triathleten spezielle Sportlerprodukte gegen die Sonne?

Nein. Oft sind Sonnenschutzcremes aber etwas reichhaltiger. Die möchte man nicht unbedingt auf der Haut haben, wenn man viel schwitzt. Als Empfehlung kann man ein Gel oder Spray zu benutzen, die haben eine leichtere Konsistenz. Der größte Fehler, den fast alle machen ist, zu wenig Sonnenschutz aufzutragen. Bei Triathleten die am meisten gefährdeten Bereiche sind Schultern und Nacken. Die sollte man beim Eincremen unter keinen Umständen vergessen. Zudem Rücken, Armhinterseiten, Ohren, Stellen nahe der Bekleidung sowie die Fußrücken.
Darüber hinaus hilft auch Kleidung. Wenn Stoff blickdicht ist, kommt auch kein UV-Licht durch. Schon aus diesem Grund sind Triathlon-Einteiler mit Armansatz eine gute Sache, weil sie die Schultern und Oberarme schützen. Wenn sie dann auch noch aerodynamisch vorteilhaft sind: umso besser. ;-)

Nach dem Wettkampf nachcremen.

Die Häufigkeit der Hauttumoren in den letzten Jahren hat rasant zugenommen, dazu zählen das Maligne Melanom (Schwarzer Hautkrebs) und der sogenannte Weiße Hautkrebs (Basalzell- und Plattenepithelkarzinom).
Das Risiko an Hautkrebs zu erkranken steigt mit der lebenslang erworbenen UV-Dosis und ist daher im Alter meist erst erkennbar.
Warum der rasante Anstieg? Einmal werden wir älter, unsere Lebenserwartung steigt. Unser Freizeitverhalten hat sich geändert, immer mehr Outdoorsportarten liegen im Trend und wir reisen öfters in den kalten Jahreszeiten in sonnige Länder.
Die einzige wirksame Prävention ist der konsequente Sonnenschutz. Dazu zählt nicht nur die Sonnencreme, sondern auch der textile Sonnenschutz.
Unser Hauttyp spielt eine wichtige Rolle, jeder sollte sich darüber informieren und des Weiteren sind Kenntnisse über den UV-Index wünschenswert.

Quelle: triathlon-tipps.de / Unispital Zürich und AWMF-Leitlinie Hautkrebsprävention


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